Autor: Mr. Random

Wie Facebookgruppen Leben retten und virtuelle Kerzen Atomkraftwerke entlasten

Facebook. Es ist eine Plattform, auf der sich jeder austoben kann und jeder die Möglichkeit bekommt seine eigene Meinung oder seinen eigenen Standpunkt preiszugeben. Es spricht für sich, dass man diese Plattform nicht nur zur Profilweitergabe, zur Spionage oder zur Selbvermittlung verwenden kann, sondern auch um Teilnahme an großen Ereignissen zu verkörpern. Das beste Beispiel ist Japan. Jeder, der an die schlimmen Ereignisse denkt, die zurzeit vor sich gehen, wo Menschen ihr Leben riskieren oder verlieren, wird wissen, dass diese Thematik sehr traurig und erschütternd ist. Es ist eine der größten Katastrophen der Menschheit und der Geschichte Japans. Die ganze Menschheit nimmt an diesen Ereignissen Teil. Nun ja, ich denke, wenn die ganze Menschheit daran teinehmen würde, wären die Probleme eig. schon gelöst. So wirklich daran Teil haben eig. nur die Japaner oder die Leute, die sich entschieden haben unter Lebensrisiko zu helfen. Wenn man sich dann dabei Texte auf Facebook anschaut, wo man ein gefällt mir Häkchen in „Japan, in Gedanken sind wir bei euch“ rein machen kann, kommt man schnell in grübeln. Was bitte ist das für ein Blödsinn. Jeder, der hier ein Häkchen reinmacht, sollte eig. wissen, dass dieses Häkchen nichts und niemanden etwas bringt. Um was für eine Art Anteilnahme handelt es sich hier eigentlich. Geht es darum seinen Freunden zu zeigen, dass man betroffen ist, oder darum einfach dabei zu sein. Wenn man sich...

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Rot-Grün verliert Verfassungsstreit – Neuwahlen in NRW?

Sagen Sie mal, Frau Kraft, was war denn das? Da regiert die rot-grüne Minderheit in Nordrhein-Westfalen noch nicht lange und legt den ersten Haushalt vor! Dennoch hat Ihnen der Zeitraum ausgereicht, um zusammen mit Herrn Finanzminister Walter-Borjans vom Landesverfassungsgericht gleich einmal eine schallende Ohrfeige einzufangen. Respekt! Dazu brauchen andere Koalitionen Jahre! Was ist denn eigentlich genau passiert: Die rot-grüne Minderheitsregierung beschloss einen Haushalt für 2011 der mit 7,1 Milliarden Euro Neukreditverschuldung deutlich über den vorgesehenen Investitionen von 3,8 Milliarden Euro liegt. (Es waren sogar einmal 8,4 Milliarden Euro Neukreditverschuldung, aber dann beschloss man schnell, dass man es doch nicht übertreiben sollte). Diese Differenz zwischen Neukreditaufnahme und Investitionen ist aber nach der sogenannten Kreditverfassungsgrenze nur dann zulässig, wenn das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht gestört sei. Rot-Grün ist der Auffassung, dies sei der Fall. Das Verfassungsgericht des Landes sieht es anders. Wer ist an dem Debakel schuld? Aber natürlich: Schuld ist Schwarz-Gelb, der schwache Euro, die Wirtschaftskrise! Soweit so gut. Das sind natürlich die unschlagbaren Totschlagargumente! Aber wirklich beeindruckt hat uns Ihre weitere Begründung zur Störung des wirtschaftlichen Gleichgewichtes, Frau Kraft. Die Aufstockung des Euro-Rettungsschirmes, die weitreichenden Folgen der Katastrophen in Japan und die Unruhen in arabischen Ländern sind also schuld? Klingt natürlich plausibel. Und der geneigte Leser mag erzittern vor der Weitsichtigkeit der Landesregierung in NRW. Zuletzt beriet sich der Landtag doch am 23ten Februar 2011 und bestätigte noch einmal die geplante...

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Urteil zum Mobbingprozess: Schwere Vorwürfe gegen LKA-Chefin

Die Präsidentin des hessischen Landeskriminalamtes Sabine Thurau verletzte die Persönlichkeit des Leiters der Fahndungsabteilung. Dieser wurde mittlerweile suspendiert. Sabine Thurau warf ihm während einer Personalversammlung im März 2006 vor, bei kriminellen Geschäften mitgemischt zu haben. Zur Zeit ihres Vorwurfes war Sabine Thurau Vizepolizeipräsidentin. Das heißt also, Frau Thurau beschuldigte ohne klare Beweislast einen Gesetzeshüter, dieser wurde daraufhin suspendiert und musste eine Durchsuchung seiner Wohnung sowie seiner persönlichen Sachen über sich ergehen lassen, während die ehemalige Vizepolizeipräsidentin zur Präsidentin des hessischen Landeskriminalamtes aufstieg. Der Ruf des Polizisten ist vorerst geschädigt, dennoch hat er einen klaren Vorteil gegenüber anderen Opfern von Mobbing, da jene mit ihrem Problem ja oft alleine gelassen werden. Der Polizist dagegen hat ja eine ganze Staatsanwaltschaft, die Presse und ein gesamtes Bundesland, die sich mit seinem Problem beschäftigen. Auch müssen andere Mobbing-Opfer eine jeweilige Situation durchstehen, d.h., ein Schüler geht vorerst weiter in die Schule. Aber der Polizist darf seine Arbeit vorerst niederlegen und sich vom Stress erholen. Was hat Sabine Thurau nun vor? Sie sucht sich vermutlich ein neues Opfer, das für Mobbing geeignet ist. Natürlich muss sie darauf achten, dass ihre Verdächtigungen eine ausgedehnte Untersuchung benötigen, damit sie währenddessen wieder eine Sprosse der Erfolgsleiter erklimmen kann. Hätte sie ihrer Karriere mehr Mühe und Eile gewidmet, wäre sie es gewesen, die mit Herrn zu Guttenberg’s Plagiats Affäre an die Öffentlichkeit gelangt wäre. Wahrscheinlich ließ sich dies...

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Gleis 9 3/4 in Brandenburg

Am Freitag, den 04.03.2011 wurde in Pritzwalk im Land Brandenburg kein neuer Harry-Potter-Film gedreht. Nein, eher konnten die Muggel unter uns ein erstaunliches und zugleich dramatisches Geschehen verfolgen. Eine Mutter und ihr zweijähriges Kind wollten den eingefahrenen Zug auf dem Bahnhof Pritzwalk verlassen. Die Mutter brachte zuerst den Kinderwagen aus dem Zug und wollte danach ihr Kind holen. Aber plötzlich blieb ihr fast das Herz stehen! Wo war der Zug und ihr Kind? Da sie die Zauberkräfte einer Mutter besaß, betrat sie blitzschnell das Gleis 9 3/4, von welchem sie nur noch die Rücklichter das davonfahrenden Zuges in Richtung Neuruppin sah. Sofort wandte sie sich an den Schaffner auf diesem Bahnsteig und bat ihn um das sofortige Stoppen des Zuges. Dieser jedoch konnte ihre „Mutter“-Sprache nicht verstehen und deutete lediglich auf den Fahrplan. Sie wurde panisch und dachte kurz nach. Wer hatte ihr da einen Streich gespielt? Das Zauberministerium oder das Deutsche-Bahn-Ministerium? Sie konnte es sich nicht erklären und auch der Chef des Bahnministeriums sowie sein Sprecher hatten die Intrige noch nicht durchschaut und konnten bis zum heutigen Tage keine Auskunft darüber erteilen. Aber ihr messerscharfer Verstand, den sie mit ihrem Cousin Harry Potter teilte, half ihr weiter. So trat sie mit Harry in Kontakt und bat ihn um das schnelle, fliegende Auto seiner Freunde. Alsbald kam dieses Auto mit samt zweier freundlicher Polizisten angeflogen. Diese halfen der besorgten...

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Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Räder still

Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) streikt wieder und die Medienlandschaft hat ein herrliches Thema, um das entstehende Loch nach der Guttenbergaffäre zu füllen. Zu nichts anderem, mal abgesehen von streikenden Milchbauern, hat der Deutsche eine derart ambivalente Meinung. Auf der einen Seite der aufrichtig, hart arbeitende Lokführer (den die meisten vor ihrem inneren Auge noch rußverschmiert mit Lappen in der Hand vor seiner Dampflok, mit altdeutschen Frauennamen, stehen sehen), auf der anderen Seite die Managerschnösel im Anzug und Sektglas in der Hand. So was braucht die Volksseele. Es ist ein Sinnbild für den Klassenkampf – der kleine Mann auf der Straße gegen die da oben. Wenn – ja wenn dass mit den Verspätungen nicht wäre. So ist der Deutsche hin und her gerissen in seiner Sympathie und man findet allenfalls direkt auf den Bahnsteig Bürger, die wirklich dagegen sind. Also genau da wo auch die Presse „repräsentativ“ nach Stimmen wildert. Gestreikt wird, wie in allen anderen Branchen auch, für einen neuen Tarifvertrag, besser gesagt für einen Flächentarifvertrag. Dieser soll dann auch für die etwa 3000 nicht bei der Deutschen Bahn angestellten Lokführer gelten, die im Schnitt 30% weniger verdienen, als ihre Kollegen. Seit sich die GDL 2002 aus der Bahn Tarifgemeinschaft gelöst und 2003 höchstrichterlich zugesprochen bekommen hat, für die eigenen Ziele streiken zu dürfen, wird davon auch einsatzunfreudig Gebrauch gemacht. Bei dem als „Der Große Bahnstreik“ in die...

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Biosprit – es ist nicht immer alles Super

… und auch nicht Super Plus. Nahezu jeder Autofahrer Deutschlands dürfte an der Tankstelle mittlerweile die nigelnagelneue Tankoption „E10“ entdeckt haben. Diese reiht sich neben Super und Super Plus ein, deren Preise sich mit der Einführung von E10 wie von Geisterhand erhöht haben. Doch was ist E10 eigentlich und wozu soll der neue Kraftstoff gut sein? Im Unterschied zum bisher gewohnten Kraftstoff wird E10 bis zu 10% Bioethanol beigemischt – eine Verdopplung des gewohnten Anteils. Dieser wird bspw. aus Weizen, Rüben oder Mais hergestellt. Sinn und Zweck der Sache ist es – nach offiziellem Terminus – Klimaschäden durch den Ausstoß von CO2 zu verringern. Dass es sich bei diesem Konzept allerdings um eine Mogelpackung handelt, davon will natürlich niemand aus den Riegen der Verantwortlichen etwas wissen. Fakt ist jedoch, dass E10 den Endverbraucher an der Zapfsäule zwar günstiger kommt, als eine gleiche Menge Super (Plus), dafür aber durch seinen höheren Verbrauch letztendlich mehr zu Buche schlägt. Und auch dem, der über einen prall gefüllten Geldbeutel verfügt, dem der ein oder andere Euro weniger kein Kopfzerbrechen bereitet, bleibt das Zweifeln nicht erspart: Laut ADAC schmeckt rund 3 Millionen, der in unseren Landen zugelassenen Fahrzeuge, der neue Kraftstoff schlichtweg nicht. Die Motoren vertragen das Gemisch nicht, die Gefahr von Motorschäden mehr als gegeben. Dieser dezenten Verunsicherung ist zu verdanken, dass die Käufer nun auf die Barrikaden steigen. Und das bedeutet konkret:...

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Kirche zahlt Missbrauchsopfern bis zu 5000 Euro

Die katholische Kirche reagiert nun endlich auf den Missbrauch ihrer Schützlinge im eigenen Haus. Nachdem bekannt wurde, das Schutzbefohlene sehr viel ihrer heiligen Zeit mit Minderjährigen verbrachten, um den Sinn der Enthaltsamkeit zu verdeutlichen und zukünftig Nachdruck zu verleihen, musste eine Lösung gefunden werden, um dies als Kavaliersdelikt zu rechtfertigen. Nach vielen Monaten der Diskussion wurde einfach beschlossen, jedem Missbrauchsopfer eine Entschädigung von bis zu 5000,- Euro zukommen zu lassen. Die Arbeitsgruppe „Justiz des runden Tisches“ beriet sich und konnte sich nicht darauf einigen, für welche Art des Missbrauchs jene Geldsumme gestattet wird und über welche Wege der Akt der Bezahlung erfolgen sollte. Man konnte sich aber wenigstens darauf einigen, dass diejenigen bis zu 5000,- Euro bekämen, die während des Missbrauchs minderjährig waren. Das klingt eher nach einem Sparprogramm für das gute Gewissen der Kirche. Ein weiteres Kriterium ist neben der Minderjährigkeit die Intensität eines jeden Missbrauchs. Wer nur einen heiligen Klaps auf den Allerwertesten bekommen hat, sollte nicht mit der vollen Entschädigungssumme rechnen. Damit die Summen auch auf ehrliche Weise verteilt werden, beruht sich die Kirche anscheinend auf dass 8. Gebot, in dem es heißt, „Du sollst nicht lügen„, und verteilt daraufhin Anträge, welche die Opfer ordnungsgemäß ausfüllen sollen, damit jeder bekommt, was er verdient hat. Sehr geehrte katholische Kirche: Vermutlich haben die Opfer, nach der Meinung deiner geistlichen Hoheiten, schon erhalten, was sie verdient haben! Und nun...

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Aufstieg und Fall des Dr. Guttenberg

Da hatten wir ihn! Ja….HATTEN! Den jungen, dynamischen und erfolgreichen Politiker, einst geliebter, aufstrebender, innovativer Verteidigungsminister samt telegener Gattin. Aus hervorragendem Hause, mit gewünschten Manieren und fast eingebildeter höchster Bildung…Was haben sich die Geister an ihm gestritten: die konservativen, verknöcherten mit den modernen, fortschrittlichen. Nun denn, es gibt eine kleine, wundersame Geschichte, die mir in einer eiseskalten, langen Winternacht mitten im Februar des Jahres 2011 in meinem Hexenhäuschen im äußersten Osten unseres Landes zugeflüstert wurde. Es kam ein Engelchen geflogen und verkündete Folgendes: Am Abend eines anderen eiskalten Abends im Februar des gleichen Jahres saßen Herr Gysi und Herr Tritt ihn… entschuldigung, natürlich Trittin jenseits der Ostgrenze des Landes in einer kleinen, verrauchten Kneipe, in der die dortigen Gäste eine merkwürdige, uns unbekannte Sprache sprachen. Deshalb konnten sie ihren Gedanken ohne Scheu freien Lauf lassen. Sie mochten diese private Atmosphäre, in der sie vermeintlich ungestört reden konnten. So begab es sich, dass Herr Trittin aus seinem früheren Leben im Westen des Landes plauderte. Bei einem guten Wein erzählte er Herrn Gysi von einem Bekannten, der mit Herrn Guttenberg an der Uni Bayreuth nette Zeiten erlebt hatte. Auch Herr Gysi lustwandelte in alten Zeiten, als in der DDR noch alles so geordnet, wenn auch nicht demokratisch zuging. Herr Gysi konnte aber Doktor werden, obgleich dies nur wenigen angepassten DDR-Bürgern tatsächlich möglich war. Herr Trittin offenbarte dazu, er hätte darauf keine...

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