Liebes Tagebuch,
als ich gestern mit der Bahn auf dem Weg nach Hause war, überlegte ich, was ich denn gleich essen könne.
Eine Art übermächtige Kraft pflanzte mir den sehnlichen Wunsch nach Pfannkuchen in den Kopf.
Klasse Idee! Da schlage ich ja 2 Fliegen mit einer Klappe.
1. Kann ich testen wieviele Pfannkuchen ich verdrücken kann, um einen Ansatz zu haben, wie ich das kürzlich provozierte Pfannkuchenwettessen abschließen würde.
2. Ich spare Geld, wenn ich mal nicht essen gehe.
… aber wie macht man denn Pfannkuchen?
Im Zeitalter des mobilen Internets war das keine große Hürde. Ich benötigte lediglich Mehl, Milch, Eier, Zucker, Salz.
Der Schwierigkeitsgrad „simpel“, mit dem das „Rezept“ beschrieben war, war auch ganz nach meiner Fasson.
Auf dem Weg von der Bahn zu meiner Wohnung noch schnell in den Discounter meines Vertrauens und schon schien der Abend gerettet!
In der Küche angekommen, machte ich mich gleich hochmotiviert daran die Zutaten bereitzustellen, um sofort durchstarten zu können.
Die Mengenangabe „5“ schien mir perfekt für mich zu sein… denn 5 Pfannkuchen würde ich ja locker schaffen.
Ich schnappte mir eine Schüssel, einen Messbecher und stellte schon in freudiger Erwartung die Pfanne bereit.
„Ok… hier steht das Mehl in eine Schüssel sieben und mit Milch glatt rühren… Sieben, Glattrühren? Ich habe doch einen Mixer!!! Den Schritt kann ich also auslassen.“
Seit gestern weiß ich auch wozu es spezielle Rührschüsseln gibt… ich hatte natürlich keine… Ich hatte eine recht flache aber dafür breite Schüssel.
Wer denkt, dass der Mixer auf Stufe 1 langsam und vorsichtig die Milch mit dem Mehl verbindet, sollte es unbedingt testen, um sich im Anschluss (wie ich) davon zu überzeugen, dass die Küche extra so konzipiert ist, dass man diese Sauerei, die dabei entsteht, schnell wieder weg bekommt
Nach dieser Erfahrung kippte ich einfach alle anderen Zutaten in die Schüssel, viel Schlimmeres konnte dadurch ja nicht passieren.
Anstatt des Mixers griff ich nun jedoch zu einem Schneebesen!
Während ich diesen suchte, entdeckte ich in meiner Küche auch einen … Eierlocher? Wie nennt man denn dieses Ding um ein Loch in ein Ei zu bekommen, bevor man es kochen möchte?
Egal, du weißt sicher was ich meine. Zumindest muss ich dafür jetzt nicht mehr das Brotmesser nehmen.
Solltest du dich fragen, wie man das mit einem Brotmesser schaffen soll, gebe ich nur einen Hinweis… Bin halt Profi.
Aber zurück zu den Pfannkuchen… der Teig sah nach dem ausdauernden Rühren etwas anders aus, als ich ihn bei Mama in Erinnerung hatte… lag es am Sieben? Wer weiß es schon.
Da mein Heißhunger mich langsam überkam, schmiss ich die Pfanne an und legte los!
Es klappte!!! Ich habe Pfannkuchen gemacht. Sie waren sogar genießbar.
Einen mit Zucker! Noch einen mit Zucker… Halt!!! Ich habe ja Nutella! Vielen Dank an dieser Stelle an meinen Frühstücksgast, der auf Nutella bestand.
Ich habe ja auch Erdnussbutter… aber ob die noch genießbar ist? Ich habe es nicht getestet. (Sie steht weiterhin unberührt im Schrank)
Mit stolz geschwellter Brust briet ich einen nach dem anderen und versuchte sogar, etwas übermütig, das schwungvolle Wenden mit einer Hand… dazu ist sicher keine Erläuterung nötig… es gelang nicht so wie erwünscht.
Wieviele Pfannkuchen ich schaffte, lasse ich mal offen, aber so viel darf noch erwähnt werden… die „5“ stand nicht für die Anzahl der Pfannkuchen, die man aus diesem Teig produzieren kann…
Wofür es steht weiß ich bis heute nicht… aber ich weiß, dass ich wohl diese Woche von Pfannkuchen leben werde.





Klasse Artikel
Da du nun weißt, wie es geht, freue ich mich auf das nächste gemeinsame Frühstück
Zitat:

Ich: …Du sagtest gestern, dass Pfannkuchen einfach zubereitet sind…? Dann weiß ich ja schon, wer nächstes Mal Frühstück macht
Du: Gerne
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Also werde ich wohl ausschlafen und mich dann bespeisen lassen.
Ich liebe Pfannekuchen