Für Karl-Theodor zu Guttenberg bricht der Krieg aus.
Wer kann die Situationen und Vorfälle in Kriegsgebieten besser beurteilen, als die Medien? Keiner! Den Eindruck bekommt man zumindest seit einigen Tagen.
Die Meinung der “Sueddeutschen” ist offensichtlich. Mit Schlagzeilen wie: „Terrain der Lügen“, „Deutschlands Talkshow-Minister erklärt Krieg“, „Guttenberg: Eine Karriere am Wendepunkt“ und aktuell „Guttenberg – Minister der Inkonsequenz“ lässt sie keinen Zweifel daran.
Auch die “Bild” lehnt sich mit Schlagzeilen wie beispielsweise: „Guttenberg sagt die Unwahrheit“ oder „Das ist nahe am politischen Klamauk“ sehr weit aus dem Fenster.
Ein kürzlich erschienener Artikel des Sterns erweckte sogar fast den Eindruck, dass der Krieg schön wäre, wenn es nicht die KSK-Einheiten gäbe.
Ich finde so langsam reicht es! Ob Fehler passiert sind oder ob versucht wird etwas zu vertuschen, kann sicher keiner glaubhaft beurteilen. Und den Versuch von Guttenberg, die „Kundus-Affäre“ durch Präsenz in verschiedensten Talkshows greifbar zu machen, finde ich tendenziell eher gut, als dass man ihm dieses zum Vorwurf machen kann.
Doch was gerade passiert, ist absolut das Gegenteil von dem, was passieren sollte. Die Umstände über den eventuellen Fehlschlag sollen aufgeklärt werden, aber wie stellt man das an, wenn man sich im Medienfeuer befindet und zuerst dort seine Haut retten muss?
Eines ist klar – Krieg tötet Menschen. Wenn man das nicht möchte, nimmt man nicht dran Teil!
Ich war zum Glück noch nicht in einem Krieg und habe es auch nicht vor, daher maße ich mir nicht an, das Geschehen dort beurteilen zu können. Aber jemand der einige 1000 km vom Ort des Geschehens entfernt war, ist auf einmal Schuld an allem?
Sollte zu Guttenberg abgesägt werden, wird die Situation dort erst recht vertuscht, falls es etwas zu vertuschen gibt. Da der/die Nachfolger/in dann immer sagen kann, dass es vor seiner/ihrer Zeit gewesen sei (Das sollte zu Guttenberg im Übrigen ebenfalls so machen, da er während des Vorfalls noch nicht im Amt war!).
Quellen:
- Sueddeutsche
- Bild
- Welt
- Stern
Karrikatur: tomicek.de
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Es ist doch wirklich lächerlich, was sich zurzeit abspielt. Nach seinem Rücktritt ist Schneiderhan absolut nicht mehr glaubwürdig für mich. Guttenberg wird auch noch durch das aufgetauchte Rücktrittsgesuch entlastet. Auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Ruprecht Polenz legt Schneiderhan nahe den Konflikt nicht eskalieren zu lassen. Es sollte nach der Klärung jetzt einfach Ruhe einkehren, das ist im Interesse aller Beteiligten. Die Medien machen auch so ein riesen Spektakel aus diesem Vorfall. Ich stimme euch zu, dass man sich lieber um die Menschen in Afghanistan kümmern sollte.
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