Morgens halb zehn in Deutschland… nichts mit dem kleinen Frühstückchen! Das Treiben ähnelt eher einem wildgewordenen Ameisenhaufen, allerdings ungeordneter.
Jeden Morgen und jeden Abend, zur gewohnten Stoßzeit, hetzen Menschen über meinen so geliebten Schauplatz des Chaos – den Hauptbahnhof in Hamburg.
Sie drängeln, sie rempeln, sie schubsen und sie rennen! Ganz Hamburg scheint es eilig zu haben und grundsätzlich zu spät dran zu sein.
Das Einzige was sie machen, außer an ihrem selbstprovozierten Herzinfarkt zu arbeiten, ist, sich über diejenigen aufzuregen, die es nicht eilig haben und gemütlich durch dieses Sammelsorium der Unordnung gehen.
Die Bahn scheint dieses Spektakel offensichtlich, genau wie ich, mit Humor zu sehen und lässt auf den Anzeigetafeln gerne mal Züge einfahren mit der Zugnummer „0815“ (auf dem Bild leider nicht zu erkennen) versehen und das Ganze dann auch noch mit netten Grüßen.
Da ich ja nun in einem „gewissen Alter“ bin habe ich, um mein Herz zu schonen, eine antizyklische Vorgehensweise.
Je eiliger ich es habe, desto langsamer latsche ich und amüsiere mich köstlich über erwähnte Hektiker, die sich über mich aufregen (ich mache das auch oft ohne es eilig zu haben, weil es einfach lustig ist). ![]()
Ich schlender grinsend durch die Gegend, stehe absichtlich links auf der Rolltreppe und bleibe ab und zu spontan ohne ersichtlichen Grund einfach stehen. ![]()
Dieses Spiel macht übrigens auch in Fußgängerzonen sehr viel Spaß!
Mach am besten mit! Geh es mal gelassen an und schone Herz und Nerven.
Falls Du dazu prinzipiell zu unentspannt bist, taste Dich langsam ran und übe es und sei beim nächsten Rempler etwas rücksichtsvoller als sonst… denn ich könnte derjenige sein, derDdich gerade auf die Palme bringen will.


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