Kategorie: Featured Posts, Lauschangriff Wie eine Weltmacht aus dem Hinterhalt angreift

Veröffentlicht von Korbin am 4. Feb 2010

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Banale, alltägliche Gewohnheiten werden zu einem Gefährlichen Spielzeug!

Beinahe jeder macht es! Täglich! Ich wüsste gar nicht wie ich es ohne machen sollte! Ich suche über Google und freue mich wie ein kleines Kind, wenn hochfrequentierte Suchworte auf diese Seite verweisen.

Meine ersten Gedanken, über eine mögliche Gefahr die von Google ausgeht, machte ich mir, als die Betaversion von Google-Print in den Startlöchern stand.

Google will seine Websuche jetzt auch auf gedruckte Bücher ausweiten. Verhandlungen mit Verlagen laufen bereits. Dies ist aus einer Meldung von ORF.Futurezone zu entnehmen.

Google will mit der Expansion in die Offlinewelt nach eigenen Angaben “die Informationen der Welt verwalten” und für die Google User nutzbar machen.

Die Informationen der Welt verwalten? Diese Aussage lief mir kalt den Rücken runter!

Bis auf einige Uneinigkeiten mit diversen Buchverlagen, wurde es dann erst einmal etwas ruhiger um den Internetriesen, bis der Webbrowser Google-Chrome auf der Bildfläche auftauchte – aber die Diskussionen über die Datenspeicherung beim Nutzen dieses Browsers, würde hier bei weitem den Rahmen sprengen und wie man mit Erscheinen der nächsten Schreckensnachricht festellte, ist sie eh bedingt hinfällig.

Google sammelt mehr Informationen über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar ohne Zustimmung der User “personalisiert”.

Seit dem 01.12.2009 protokolliert Google jedes Suchverhalten auch dann mit, wenn man nicht mal einen Google-Account hat. Jede Suchanfrage wird 180 Tage lang gespeichert. Verbunden mit der IP-Adresse und der Kennung des Webbrowsers. Zum Glück nicht mit meinem Namen… also es sei denn, ich hätte auch noch eine entsprechende Google-Email-Adresse oder wäre für andere Online-Anwendungen eines Google-Accounts registriert. Ist das der Fall, weiß der Konzern ohnehin sehr viel darüber, was ich online tue und zwar ohne Zeitbegrenzung.

Für jeden der doof genug oder unwissend genug ist auch noch eine Google-Toolbar oder den erwähnten Google-Chrome-Browser installiert zu haben, speichert Google nicht nur alles, wonach man je gesucht hat und alle Suchergebnis-Links, die man je angeklickt hat, sondern auch noch alles andere, was man mit seinem Browser macht. Auch nachts, wenn die Freundin oder Frau schon längst im Land der Träume verschwunden ist, falls du verstehst was ich meine. ;)

Heute bekam, dieser schon oft erhobene Verschwörungsvorwurf das Sahnehäubchen aufgesetzt!

Google plant die Allianz mit der größten Abhörorganisation der Welt: Wie die “Washington Post” berichtet, soll der US-Geheimdienst NSA dem Konzern helfen, mutmaßliche Hackerattacken aus China aufzuklären.

Einem Pressebericht zufolge, hat sich der Internetriese Google mit der amerikanischen Super-Lauschbehörde National Security Agency (NSA) verbündet. Laut Washington Post sieht die „angedachte Vereinbarung“ vor, dass die NSA Google helfen solle, die jüngsten Hackerangriffe auf seine Netzwerke aufzuklären. Zugleich solle nach Wegen gesucht werden, weitere Attacken aus China zu verhindern. Den Angaben zufolge werde die NSA dabei keinen Einblick in die Emails oder Suchen der Google-Nutzer erhalten.

Komisch… Weder die NSA noch Google wollen den Bericht der “Washington Post” kommentieren.

In den vergangenen Jahren wurde die NSA mehrere Male wegen unautorisierter inländischer Abhöraktionen und Überwachung von E-Mail-Verkehr verklagt, mehrere Prozesse sind anhängig. Derzeit ist die NSA der einzige Geheimdienst, dem eine flächendeckende, filtergestützte Überwachung aller E-Mail- und Telefonkommunikation zugetraut wird…

…Die NSA gilt als mächtigster und geheimster Spionagedienst der USA. Mit modernster Technik kann sie fast überall mithören und mitlesen. Bis zu 120.000 Soldaten und Zivilisten sollen weltweit für die NSA arbeiten…

Seit Anfang 2002 hat Google wiederholt versichert, Behörden über die Bestimmungen des Homeland Security Acts hinaus keinen Zugang zu ihren Daten zu geben. Was sich in 8 Jahren doch so alles ändern kann…

Nicht nur China bestreitet die Hacker-Angriffe, auch abertausende Verschwörungstheoretiker setzen darauf, dass Google die Angriffe fingiert habe, um ein Bündnis mit der NSA zu provozieren um noch mächtiger zu werden.

Wer weiß schon was in den Köppen von neureichen Ex-Hacker vorgeht? Sie zeigen sich zumindest kaum in der Öffentlichkeit. Vermutlich weil sie dann nur entrückte Ideen äußern und sich damit outen würden.
Wenn Hitler damals solche Möglichkeiten, wie sie Google heute hat, gehabt hätte, wäre sein Plan mit dem Lebensraum im Osten und der Herrschaft der deutschen Rasse, sicher aufgegangen. Zum Glück hatte Hitler das nicht, aber wer weiß… vielleicht heißt „unser nächster Führer“ Sergey Brin…

Falls du gerne die Google-Suche nutzt, aber auch lieber etwas vorsichtiger sein möchtest, empfehle ich den Suchanbieter www.scroogle.org Er leitet deine Suchanfrage an Google weiter und präsentiert dir das Suchergebnis, allerdings ohne, dass deine personalisierten Daten bei Google gespeichert werden.

Quellen:
  • Google :D
  • Spiegel
  • intern.de
  • Wikipedia
  • Zeit
  • Brand Eins
  • FAZ
  • Sueddeutsche
  • Washington Post
  • Bild: karikatur.augsten.at
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Wie eine Weltmacht aus dem Hinterhalt angreift10.0102
read: 157 · today: 2 · last: 9. März 2010

Kurzadresse für diesen Artikel: http://bit.ly/cHVLOu
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Kommentar hinzufügen »1 Kommentar
  • Andi
    Antworten » Andi 5. Februar 2010

    Noch ist das alles spaßig und man ist geneigt zu sagen “was macht das schon, ich hab mir nichts vorzuwerfen, sollen sie doch meine Daten speichern”. Aber wer sich in der Weltgeschichte umsieht, dem wird Angst und Bange um unsere Reste von Freiheit, Individualität und Menschenwürde, auf die zwar viele Verfassungen der westlichen Welt zu fußen sich rühmen, jedoch in Wahrheit längst vom Ungeist der Kontrolle, Überwachung, Gleichschaltung, Verblödung und EInschränkung umkreist und bedroht werden, wie eine sterbende Antilope von großen schwarzen Vögeln. Google ist ein perfektes Beispiel dafür, wie unter den Augen der augeklärten Öffentlichkeit und mit breiter Zustimmung, ja sogar unter deren kräftiger Mithilfe, derselben ein Korsett angepasst wird, das – verstärkt durch profitorientierte Medien und quotengeile Politiker – immer enger geschnürt wird, bis schließlich nur noch eine Idee von Freiheit übrig bleibt.
    Das WWW wurde einst geboren als freie Plattform für jede Sorte von Technikbegeisterten, Spinnern und Weltverbesserern. Inzwischen ist es nur noch ein Informationsbeschleuniger zur effektiven Verbreitung einer globalisierten Einheitsmeinung, die den Moralaposteln einen ruhigen Schlaf beschert, den Regierenden nicht schadet und den Unternehmen Geld in die Kassen spült. Und das schwarze Blut, das in den Adern dieses Ungeheuers fließt, hat 6 bunte Buchstaben. Man sieht es und staunt – wie die Schafe durch schöne neue bunte Gatter in Richtung Schlachthof spazieren, alle hintereinander und miteinander und mit einem fröhlichen Blöken auf den Lippen.

    So, ich fühle mich schon wie so ein ewig gestriger Sozi, der eifrig gegen den bösen Kapitalismus wettert. Glücklicherweise komme ich eigentlich aus einer unverdächtig konservativen Ecke, nur wird einem langsem wirklich mulmig im Bauch, wenn man sieht, wie sich die Welt schleichend verändert und die Menschen mit ihr … und das nicht zum Guten…

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