Facebook. Es ist eine Plattform, auf der sich jeder austoben kann und jeder die Möglichkeit bekommt seine eigene Meinung oder seinen eigenen Standpunkt preiszugeben.
Es spricht für sich, dass man diese Plattform nicht nur zur Profilweitergabe, zur Spionage oder zur Selbvermittlung verwenden kann, sondern auch um Teilnahme an großen Ereignissen zu verkörpern.
Das beste Beispiel ist Japan. Jeder, der an die schlimmen Ereignisse denkt, die zurzeit vor sich gehen, wo Menschen ihr Leben riskieren oder verlieren, wird wissen, dass diese Thematik sehr traurig und erschütternd ist.
Es ist eine der größten Katastrophen der Menschheit und der Geschichte Japans. Die ganze Menschheit nimmt an diesen Ereignissen Teil.
Nun ja, ich denke, wenn die ganze Menschheit daran teinehmen würde, wären die Probleme eig. schon gelöst. So wirklich daran Teil haben eig. nur die Japaner oder die Leute, die sich entschieden haben unter Lebensrisiko zu helfen.
Wenn man sich dann dabei Texte auf Facebook anschaut, wo man ein gefällt mir Häkchen in „Japan, in Gedanken sind wir bei euch“ rein machen kann, kommt man schnell in grübeln. Was bitte ist das für ein Blödsinn. Jeder, der hier ein Häkchen reinmacht, sollte eig. wissen, dass dieses Häkchen nichts und niemanden etwas bringt. Um was für eine Art Anteilnahme handelt es sich hier eigentlich.
Geht es darum seinen Freunden zu zeigen, dass man betroffen ist, oder darum einfach dabei zu sein. Wenn man sich bewusst macht, dass diese Aktion von vorne bis hinten nur heiße Luft ist, wird man sich schnell darüber im klaren sein, wie traurig Facebook sein kann.
Da kann man noch soviel virtuelle Kerzen oder gefällt mir Klick erreichen. Das wird die Tsunami und die Schäden, die diese Katastrophe angerichtet hat nicht rückgängig machen. Die Japaner werden sich mit Sicherheit reichlich wenig für diese Art von Anteilnahme interessieren.
Was die Japaner wirklich brauchen und was die Menschen bei Katastrophen wirklich brauchen, sind Taten. Kein Luftschlösser hinter denen man seine Tatenlosigkeit verstecken kann. Katastrophen sind eine schlimme Sache und auch niemanden zu wünschen.
Aber es spricht dabei für sich, dass man entweder etwas tun sollte was wirklich etwas bewegt, oder einfach nichts tun sollte. Diese Facebook-Anteilnahme ist im Endeffekt nichts weiter als eine riesen Lüge die sich verzweifelt zu materialisieren versucht, aber an ihre Falschheit scheitert.